Was ist Zen? Entwickle das Heilsame und läutere Deinen Geist! Das ist Buddhismus, das ist auch  der Kernpunkt des Zen.  Zazen üben heißt, den Geist reinigen,  leermachen, nicht  denken. Das Hannya Shingyo, das Herzstück der Lehre des  Buddha, sagt: "Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. Leerheit  ist nicht  verschieden von Form, noch ist Form verschieden  von Leerheit." Der Himmel, die Erde und Du, Ihr habt dieselbe  Wurzel. Alle Wesen, alle Dinge haben die Buddhanatur. Es ist  so, wie Dogen Zenji sagt: "Den Buddhaweg zu gehen  bedeutet,  sich selbst zu erfahren; sich selbst erfahren heißt,  sich selbst vergessen. Sich selbst vergessen ist, sich selbst  wahrnehmen - in allen Dingen, von allen Dingen  erleuchtet  werden." Der rechte Weg ist nicht schwer zu beschreiten:  Mache Dich nur frei von aller eitlen Wahl zwischen Zweierlei  und hafte nicht an den Dingen,  die am Wegesrand liegen. (Oi Saidan Roshi, Abt des Hoko-Ji Klosters in Japan) Zen lehrt, dass in der Tiefe unseres eigenen Bewusstseins unsere Essenz zu finden  ist, welche eins ist mit der Essenz aller Dinge. Das, was wir jedoch  gemeinhin als ,Ich' und als unseren individuellen Geist erfahren, ist  nur ein winziger, begrenzter Teil des universellen Bewusstseins.  Dieser kleine Teil lebt in einer Welt des Dualismus. Um ihn herum  ist die objektive Welt, in ihm ist die subjektive Welt. Das Ich ist die  Mauer, der Abstand, der diese beiden Welten voneinander trennt,  sie dadurch in gewisser Weise überhaupt erst geschaffen hat. Erst  wenn das Ich sich selbst transzendiert, die objektive wie auch die  subjektive Welt umarmt, tritt wieder die ursprüngliche Welt der  Einheit, das ,ursprüngliche Gesicht' in Erscheinung. (Kyozan Joshu Roshi) Eigene Anmerkungen: Zen ist eine Umsetzung des edlen achtfachen Pfades des Buddha Zen ist kein Rumgesitze, sondern Konzentration Zen ist auch mal anstrengend Zen konfrontiert dich mit dir selbst Zen führt zu Frieden und Freiheit des Geistes weitgehend unabhängig von äußeren Umständen und befreit so von vielen leidbehafteten Aspekten des Lebens Zen bedeutet “ungefilterte” Wirklichkeit zu erfahren. Zen ist sehr diszipliniert und von strikten Formen geprägt. Zen ist eine Lebenseinstellung Zen ist Da-Sein     Die klassische Zen-Schulung besteht aus den Elementen Zazen Dokusan Teisho (Vortrag), z.B. auf einem Sesshin Zen ermöglicht: Kensho Satori      Zen ist nicht Psychotherapie Esoterik Astrologie Wegbeamen in eine Parallelwelt Wellness Meditation Entspannungsübung ein cooler “Trend” im Wellness-/Esoterik-Universum bequem sich berieseln lassen und von einem Zenmeister erleuchtet werden Zen hat seine Wurzeln im Mahayana- Buddhismus, der auf das Wohl aller fühlenden Wesen ausgerichtet ist. Im Zuge der Ausbreitung des Buddhismus nach Osten verband sich die mystisch philosophische Stärke der indischen Lehre mit der bodenstän-digen Lebenstüchtigkeit der Chinesen. Daraus entstand eine besondere Form, das Zen, dessen prägnantester Vertreter Meister Rinzai (gest. 866) war. Charakteristisch für das Rinzai-Zen ist dessen Alltagsorientierung, d.h. die Anwendung von Achtsamkeit, Mitgefühl und Weisheit im täglichen Leben. Durch seine Ausbreitung von China nach Japan erfuhr der Zen- Buddhismus eine Ergänzung durch die landestypische Kultur und Ethik. Zen ist die Befreiung des Geistes von Gedanken und Vorstellungen, so dass der Ursprung des Seins unmittelbar erfahren wird. Es zeichnet sich aus durch Bodenständigkeit, Einfachheit und die Konzentration auf das Wesentliche