Einzelgespräche: Dokusan Mit Dokusan wird das Einzelgespräch mit dem Lehrer bezeichnet. Dabei  handelt es  sich nicht etwa um eine Plauderei, sondern es geht um gezielte  Fragen und Antworten das Zen betreffend. Am Anfang werden  z.B. Fragen zur Zen-Übung besprochen, später findet z.B. Koan-  oder Haiku-Arbeit statt. Bei einem Koan handelt es sich um  kurze, paradoxe Zen-Geschichten. Sie enthalten entweder selbst  eine Frage oder der Lehrer stellt eine Frage dazu. Diese Frage  lässt sich in der Welt der gewöhnlichen Logik nicht beantworten.  Sehr wohl hat die Frage eine Antwort in der Welt der Zen-Logik.  Es geht also darum, durch die Koan-Arbeit die gewohnten Pfade  des Denkens zu verlassen. So sind auch Worte selten die  richtige Antwort auf ein Koan. Normalerweise ist eine Handlung  oder eine kleine Aufführung als Antwort erforderlich. Ein Beispiel  für ein Koan ist: „Ist die Blume in der Vase tod oder lebendig?“ Die Lösung erschließt  sich also nicht durch bloßes Nachdenken, sondern wird intuitiv erfasst indem man über das Koan meditiert. Der Lehrer beendet das Gespräch durch klingeln mit einer Glocke. Das Gespräch ist  beiderseits vertraulich. Über Koan-Arbeit wird nicht gesprochen, sie verliert sonst ihre  Wirkung.